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Tagungsschnipsel

Im September die Tagung in Göttingen von der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung. Ein wirklich interessanter Vortrag und ein anregender Workshop. Der Vortrag wurde gehalten von Dr. Marianne Eberhard-Kaechele (unter anderem Tanz- und Ausdruckstherapeutin) und Dr. Ruth Gnirss , (Fachärztin mit langjähriger Erfahrung in der Sexualtherapie): Sexualität beginnt im Tanz zwischen Eltern und Kind. In der Kommunikation zwischenMutter (bzw. Bezugsperson, kann auch gern der Vater sein!) und Kind gibt es im Idealfall ein funktionierendes Zusammenspiel. Wenn die Mutter aber allzu oft zuviel oder zuwenig des Guten tut wird das Kind entweder regelmäßig unerträglich über- oder unterstimuliert. Dann entwickelt das Kind Bewältigungs- und Abwehrreaktionen, die sich auch später auf sein Sexualleben auswirken können – Es gibt auch die Überstimulierung durch allzu viel Kontrolle. Die Folge:  die Person erwartet im Leben Steuerung eher von anderen und hat selber wenig Mut, Wünsche anzumelden. – Dritte Möglichkeit, die sich negativ auf die weitere Entwicklung auswirken kann, ist die Unterstimulation z.B. bei einer depressiven Mutter. Das Kind folgt entweder der niedergeschlagenen Stimmung der Mutter oder geht forciert dagegen an, um doch noch eine Reaktion zu erhalten.