Nun gut

Nun gut sagte mein Freund, dann ist ja alles gesagt.  Wie soll denn das Wetter morgen werden?

Ich erwiderte, dass es ziemlich kalt bleiben würde und dass dagegen leider auch kein Coaching hülfe.

Sondern?

Warme Kleidung.

Sehr witzig, sagte er. Ich meine, wobei hilft einem Coaching?

Tja, nehmen wir mal „Lerncoaching“.

Also Nachhilfe, meinte er.

Neinenein, damit hat das nichts zu tun. Stell dir mal folgendes vor: Als du noch zur Schule gingst, musstest du z.B. Vokabeln lernen. Du hattest keine Lust dazu.

Eigentlich hatte ich überhaupt keine Lust die Hausaufgaben zu machen, schob er ein. Meine Mutter hat mich ziemlich genervt.

Wobei wir beim Thema sind: Keine Lust und dann die Folgen: Schlechte Noten im Test und Nerverei mit Eltern.

Genau.

Leider haben die schlechten Noten dir nicht den nötigen Impuls gegeben, die Vokabeln sorgfältig zu lernen?

Stimmt, ich hatte auch nie so richtig Zeit dafür.

Das verschärft die Angelegenheit. Um jemandem mit dem Lerncoaching bei diesem Thema zu helfen nehmen wir uns mit dem Coachee (das wärst du als Schüler in diesem Fall) maximal zwei Coachingstunden (je eine pro Woche) und dazwischen und danach musst du üben.

Wie jetzt? Was passiert da genau?

Ich muss das hier jetzt natürlich verkürzt darstellen: Wir könnten z.B. erst mal rausfinden, warum du keine Lust zu den Hausaufgaben /Vokabellernen hast; es kann verschiedene Gründe haben, die dazu führen. Wenn man die geklärt hat, kann man mal sehen, wann du die Aufgaben machen musst, wieviel Zeit du dazu brauchst, was du bei der Organisation deiner schulischen Hausarbeit so verändern kannst, dass du die Pflicht, die du natürlich hast, so gestaltest, dass du sie nicht so wie eine Last empfindest , sondern wie eine Lust. Und dazu gehört z.B., dass man mit gemachten Hausaufgaben in der Schule Anerkennung bekommt und das Lernen einem leichter fällt, dass man Zeit einspart, Stress – z.B. mit den Lehrerinnen und Lehrern und Eltern – vermeidet.

So weit erst mal?

Ja, is gut.