Veränderungen im Zeichen von Corona

Der Umzug ist geschafft, die Gewöhnung an den neuen Raum inzwischen gelungen. Die Klientinnen und Klienten haben sich ebenfalls sehr schnell an die Veränderung gewöhnt. Leider macht sich doch bemerkbar, dass ich jetzt nur noch einen Nachmittag und Abend pro Woche anbieten kann – denn viele Paare sind auf die späten Termine (16.00 und 18.00 Uhr) angewiesen. So entstehen manchmal größere Abstände zwischen zwei Terminen als gewünscht. Dagegen gibt es meistens kurze Wartezeiten für Termine um 11.00 oder 13.00/14.00 Uhr. Ich lade Sie gerne ein, nach Möglichkeit eine dieser Angebote zu nutzen. In der systemischen Arbeit kommt es ja nicht unbedingt auf eine sehr kurze Frequenz der Termine an.

Akut schlagen aber jetzt die veränderten Lebensbedingungen unter der Coronakrise zu Buche. Sorge und Verunsicherung haben sich ausgebreitet, dazu aus gutem Grunde viele Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Die Menschen sind auf sich gestellt in ihren privaten Bezügen, Schulen und Kitas sind zu, Bedrohung liegt allgemein in der Luft. Manche der Älteren haben die Atmosphäre verglichen mit der Tschernobyl-Katastrophe vor fast 34 Jahren: das Wetter wunderbar, die Luft erfüllt mit Frühlingsboten – und dadrüber oder dadrunter das bedrohliche Gefühl von einer Gefahr, die nicht richtig greifbar ist. Manche verdrängen erfolgreich: „Mich wird’s schon nicht erwischen“ – andere haben wirklich Angst. Entweder um sich selbst oder um ihre alten Eltern oder Angehörige mit Vorerkrankungen. Etliche haben auch große Mühe mit der Zwangsruhe und dem Eingesperrtsein fertig zu werden. Neben den eigenen Sorgen müssen sich Eltern auch um ihre Kinder kümmern, sie beschäftigen, sie beaufsichtigen. Kleine Kinder brauchen Mutter oder Vater – die Großeltern sind gefährdet und dürfen nicht einspringen. Dazu kommt auch noch Existenzängste, inwieweit unter diesen Bedingungen weiter der Lebensunterhalt gesichert ist.
Das alles ist schwer. Niemand hat Erfahrungen mit eienr solchen Situation – zumal nicht absehbar ist, wann ein Ende in Sicht ist.

Wir alle müssen uns besinnen auf unsere Ressourcen: was hilft? Was tut uns gut? Was können wir für uns selbst und unsere Angehörigen tun? Wie die Kontakte pflegen über andere Kanäle, hören, wie es den anderen geht?

Und für Sie als Klientinnen und Klienten: wie wird es mit den Beratungen weiter gehen? Ich werde Ihnen allen rechtzeitg bescheid geben, wie ich verfahren werde und was ich weiter anbieten kann. Da ich doppelt belastet bin aufgrund meines Alters und meiner Asthma-Erkrankung werde ich wohl nicht vor Ort beraten können in der nächsten Zeit. Aber ich denke . zusammen mit ebenfalls betroffenen Kollegen und Kolleginnen darüer nach, was gehen könnte. Sie hören von mir! Alles Gute!