Was wird aus den Kindern?

40 – 50 % der Ehen werden irgendwann wieder geschieden. Und sehr oft sind Kinder davon betroffen.

Manche denken, besonders die Scheidung trifft die Kinder und das sollte man ihnen doch nach Möglichkeit ersparen.

Stimmt! Wenn die Eltern eine hinreichend gute Ehe führen, gut Freund miteinander sind und ihre Konflikte in konstruktiver Weise ausfechten können!

Stimmt nicht, wenn über lange Zeit unproduktiver Streit, Lieblosigkeit, womöglich körperliche oder psychische Gewalt ausgeübt wird oder auch, wenn überwiegend eine feindselige, verächtliche Stimmung zwischen den Eltern dominiert.

Manche Paare suchen dann Unterstützung, z.B. bei einer Paarberatung. Andere nicht. Dann ist es irgendwann besser – auch für die Kinder, wenn sich das Paar trennt. Denn was sollen die denn in so einer Familie lernen? Jedenfalls nicht, wie man miteinander gut auskommen kann.

Im Falle einer Trennung ist es aber absolut wichtig, dass nicht die Kinder zu Schiedsrichtern gemacht werden, dass nicht auf dem Rücken der Kinder das Gezerre der Eheleute weiter geht und dass nicht der eine Elternteil von dem anderen verurteilt wird!

Der Kinderschutzbund hat einen sehr guten „Wegweiser für den Umgang nach Trennung und Scheidung“ heraus gegeben. Die können Sie sich leicht über das Internet bestellen. Außerdem beraten die Erziehungsberatungsstellen. Sie helfen, gute Lösungen zu finden für die Zukunft der Kinder. Was ist für sie das Beste? Nicht der Egoismus der Eltern oder der Wunsch, dem anderen noch einen mitzugeben soll da entscheiden, sondern das Wohl der Kinder.