Wie sieht es aus in Ihrem erotischen Raum?

Das Problem ist heute in der Sexualität nicht mehr, dass es Störungen gibt – keinen Orgasmus, keine Erektion usw. sagt Ulrich Clement, der bekannte Sexualtherapeut. Früher durfte man nicht, was man sich wünschte. Heute darf man fast alles – wünscht sich aber nichts! Also möchten die lustlosen Paare in erster Linie das Wünschen wieder finden. Wo ist es hin? Was wünschen sich die Menschen? Und wie finden sie es heraus, wenn da erst mal nichts ist? Eine schöne Methode ist, sich mittels einer Fantasiereise auf die Suche nach dem eigenen erotischen Raum zu begeben. Wie sieht er aus? Was befindet sich an dem Ort? Was geschieht dort? Wer macht da was womit oder gar mit wem?

Sexualität findet in erster Linie im bzw über den Kopf statt bzw. das Gehirn ist das eigentliche Sexualorgan. Daher sind die Fantasien ein wichtiger Schlüssel zu eigenen Sexualität. Dabei ist der Unterschied zwischen Fantasie und Wunsch wichtig: eine Fantasie muss keineswegs auf Realisierung drängen – ein Wunsch durchaus

Allerdings gibt es auch Menschen, die asexuell sind. Die also keinerlei Bedürfnis danach haben, Sexualität zu leben. Oder die nach schlechten Erfahrungen mit dem Thema abgeschlossen haben. Das ist völlig in Ordnung. Interessant ist dann die Frage, wie ein Paar damit zurecht kommt, wenn die Partner da ganz unterschiedlich „drauf“ sind.

Häufiger ist, dass bei langjährigen Paaren die Sexualität aus den unterschiedlichsten Gründen eingeschlafen ist und beide sich wünschen, ihre Sexualität möge einen Weg aus dem Dornröschenschlaf finden.